Wirkungspfad Boden/Pflanze

Junger RübernbestandWas ist das?

Pflanzen sind nicht nur in der Lage Nährstoffe aufzunehmen, für ihr Wachstum und für ihre Fortpflanzung zu nutzen, sondern sie können auch Schadstoffe aufnehmen. Dabei handelt es sich vor allem um Schwermetalle, aber auch um organische Stoffe, die die Gesundheit von Mensch und Tier gefährden, wenn diese die Pflanzen essen.
Allerdings ist die Beurteilung dieser Gefahr nicht einfach, weil Bodeneigenschaften den Schadstoffübergang vom Boden in die Pflanze verhindern können, selbst bei relativ hohen Schadstoffgehalten.
Schadstoffe gelangen u.U. bei Auf- oder Einbringen von bereits belasteten Materialien in den Boden. Deshalb müssen die Materialien bestimmte Anforderungen erfüllen, was in der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV), in der TR Boden und in NRW z.B. in den Merkblättern Nr. 44 geregelt ist.

Der Schadstofftransfer vom Boden zur Nutzpflanze kann über drei verschiedene Teilpfade erfolgen:

1. Über die Wurzeln
- systemischer Pfad

2. Über den Bodenanhang an der Pflanze
- Verschmutzungspfad

3. Leicht- bis mittelflüchtige organische Schadstoffe können über die Bodenluft (v.a. von den Spaltöffnungen aufgenommen werden)
- Ausgasungspfad

Sie können von uns kompetente Analyseauswertung und Beratung erwarten.

Als Sachverständigenbüro im Sachgbiet 3 können wir folgende Leistungen für sie durchführen:

Orientierende Untersuchung und Detailuntersuchung

  • Schadstoffgehalte im Boden
  • Schadstoffbelastung der Pflanzen bzw. Ernteprodukte
  • Schadstofftransfer zu Nutztieren


Gefahrenbeurteilung nach

  • Bodenschutzrecht
  • Lebensmittelrecht
  • Futtermittelrecht

Ableiten von Nutzungskonzepten

Ableiten notwendiger Maßnahmen der Gefahrenabwehr

Abstimmen der Schutzmaßnahmen mit den Beteiligten (Flächennutzer, Bodenschutzbehörde, Lebensmittel-/Futtermittelüberwachung, Veterinäramt, Landwirtschaftskammer)

Sanierungsplanung für schadstoffbelastete Böden (Phytoextraktion / Phytoremediation, Phytostabilisierung)